Senka schreibt Literatur.
Was auch immer das heißt.

Aktuell tüftele ich an…

Aktuell tüftele ich an…

Ein von Senka gefädeltes Perlenbild, das die Heilige Eugenia darstellt.

… einem Roman über den Eiskunstlauf und das trans Sein in Bezug auf Gender und Nationalität, … einer fragmentarischen Erzählung über drei junge Menschen, die sich mit Queerness und russländischer Abstammung in Migration auseinander setzen müssen, … und einem multimedialen Dingsbums, das so unkonkret bleiben darf, wie es will, aber es geht auf jeden Fall um transitionierende orthodoxe Heilige. Einblicke in die aktuellen Projekte gibt es manchmal auf Lesungen, die ich auf der Startseite ankündige, sobald welche anstehen:

Senka sitzt auf einem Sitzsack am Laptop, in einem lichtdurchfluteten Co-Working-Raum mit vielen Topfpflanzen.

Der Text mit dem absurd langen Titel. Oder auch: Plötzlich habe ich einen Essay geschrieben.

Der Texttitel lautet: “Ich schaue zurück und da gibt’s nichts, was rechtfertigt. oder [clickbait] Was meine Vergangenheit WIRKLICH mit meinem trans Sein zu tun hat.” Der Text faserte beim Schreiben stark aus und es sind längst nicht alle Fäden mit Knoten gesichert. Dank dem großartigen Lektorat von Katharina Walser konnten für die Veröffentlichung bei Zarte Horizontale Muster deutlicher herausgearbeitet werden: ein bisschen Utopie, ein bisschen Politik, ein bisschen Nachdenken darüber, was Vergangenheit (nicht) legitimieren kann. Mehr zur Entstehungsgeschichte kannst du in dem #sundaytalk von Nina Süßmilch erfahren.

“Die klirrenden Münzen eines monísto

Wenn Sandyr mit ihrer Oma telefoniert, verwendet die Oma Worte, die Sandyr nicht verstehen will. Die Oma spricht vieles, vermeintlich Unzusammenhängendes,… von “Gayropa”, von der rituellen Verbrennung des Grases, die an den Waldbränden in Sibirischen Sommern Schuld sei, von “dem Russen”, der Unheil gebracht habe… Sandyr will für ein Auslandssemester nach Perm, um dort nützlich zu sein. Sie spricht sich zwei Begriffe vor: Feminismus und Menschenrechte. “Das braucht hier doch niemand”, sagt ihr die Oma.

Sanjas Geschichte ist Teil einer größeren Erzählung, wurde aber in Teilen als eigenständiger Text bei Mosaik veröffentlicht.

Foto von zwei Behältern aus Birkenholz, sogenannte tujeski, die in traditionellem Handwerk hergestellt wurden, von Senkas Vater.
Fotoausschnitt von einer alten Tapete.
Foto von einem sowjetischen Plattenbau, fotografiert aus dem Fenster der ersten Wohnung, in der Senka gewohnt hat.

“Unsicherheit aushalten: Das Diskutieren von fiktiven Texten über Diskriminierung”

Wie entstehen fiktive Texte über Diskriminierung, die diejenigen erreichen, bei denen sie etwas anstoßen oder sogar verändern können? Im Austausch. Denn ich kann aus meiner Perspektive nicht einschätzen, wie die Texte auf andere wirken. Dieser Austausch ist allerdings genauso wie die größeren Debatten von vielen Unsicherheiten (und Unwissen?) geprägt. Warum er trotzdem wichtig ist und welche Voraussetzungen es zum Navigieren dieser Unsicherheiten braucht, darüber habe ich mir für Wepsert ein paar Gedanken gemacht. Der Gastartikel entstand unter anderem im Austausch mit Heike Fröhlich sowie Anregungen aus den Diskussionsrunden im Romanseminar der Bayerischen Akademie des Schreibens.

Foto aus dem Archivmaterial: Eiskunstlaufpaar 1936 in Hanover, New Hampshire.

“Ich habe einen Namen,
ich habe viele Namen”

Was unterscheidet einen “nicht-deutschen” von einem “deutschen” Namen? Welche Erfahrungen bedingt diese Unterscheidung? In der Textreihe “Namen im Literaturbetrieb” tragen Autor*innen unterschiedliche Perspektiven zu dieser Frage bei. Ich bin eine dieser Stimmen. Das Projekt ist etwa 2020 gestartet und führte zu einem Call for papers von Slata Roschal, angeregt durch Diskussionen in den sozialen Medien: In ihnen ging es darum, dass “nicht-deutsche” Namen bestimmter Autor*innen immer wieder falsch geschrieben wurden. Alle Beiträge der Reihe wurden im Literaturportal Bayern veröffentlicht: